Longboard selber bauen! (04) – Pressen!

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Im Beitrag „Die Werkzeuge“ stellten wir das Equipment vor, welche in den nächsten Arbeitsschritten eingesetzt werden. Jetzt verleimen wir die Sperrholzplatten miteinander. Auf der obersten Sperrholzplatte hatte sich Peer im Groben sein neues Longboard mit Bleistift angezeichnet. Die Dimension lässt sich dadurch in Länge und Breite besser erkennen.

Grundrisse mit Bleistift auf dem Longboard sind erstellt.

Grundrisse mit Bleistift auf dem Longboard sind erstellt.

Für die Achsmontage sind kleine technische Details bereits vor dem Verleimen vorhanden. Die Bleistiftzeichnungen lassen sich in folgendem Foto gut erkennen. Hier ist die Entscheidung bereits gefallen, welche Achsen am Longboard später montiert werden.

Grobe Formen der späteren Außenmaße und Details der Achsmontage sind mit Bleistift erstellt.

Grobe Formen der späteren Außenmaße und Details der Achsmontage sind mit Bleistift erstellt.

Die Presse für das Verleimen der Sperrholzplatten und zur Bildung der Konkave ist aufgestellt. Jetzt sollte auch eine große Auswahl an Schraubzwingen vorhanden sein, um die Sperrholzplatten gut miteinander verpressen zu können.

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Die Presse ist aufgestellt.

Das Verleimen kann nun beginnen. Hierzu wird handelsüblicher Holzleim, beispielsweise aus dem Baumarkt, verwendet. Der Holzleim lässt sich am besten in Schlangenlinien auftragen, sodass sich ein Muster, wie unten im Bild zu sehen, ergibt.

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Der Leim zwischen den Schichten ist aufgetragen.

Anschließend ist unbedingt der Holzleim mit einem Flächenspachtel glatt zu ziehen. Der Holzleim verteilt sich über die volle Fläche der Sperrholzplatte und verbindet damit vollständig alle Schichten miteinander.

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Mit einem Spachtel den Kleber verteilen!

Die frisch mit Holzleim verklebten Sperrholzplatten sind umgehend in die Press zu legen. Die großen Schraubzwingen üben Druck auf die Mitte (Achse) des Longboards aus, um die Konkave zu erzeugen.

Pressen der Sperrholzplatten.

Pressen der Sperrholzplatten.

Die kleinen Schraubzwingen im Außenbereich pressen die Sperrholzplatten zusammen. Sie sollen damit eine saubere Kante für das Longboard erzeugen.

Liegt die gezeichnete Achse der Sperrholzplatte mit der Linie an der Presse an, sind die Sperrholzplatten exakt in der Presse ausgerichtet.

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Arbeitet man hier unsauber, wird die Kante des Longboard über ihre Länge zwischen den Sperrholzplatte aufreißen. Die Kante bricht auf und es kommen die einzelnen Fasern der Sperrholzplatten hervor. Beim Fahren mit solch einer aufgerissenen Kante, könnte es schlimme Verletzungen am Fußgelenk geben. Also auch bei diesem Arbeitsschritt unbedingt sorgfältig arbeiten!

Das Pressgut mindestens 24 h in dieser Position trocknen lassen.

Verleimte Sperrholzplatten mit Konkave.

Verleimte Sperrholzplatten mit Konkave.

Nach dem Pressvorgang und dem Entfernen aller Schraubzwingen ist die Konkave im Longboard bereits gut zu erkennen.

Der nächste Arbeitsschritt sind die Details der Kanten auf das Longboard zu zeichnen. Hier geht es darum, die spätere Form des Longboards zu erstellen! Nutze dafür einen Bleistift, so kannst du deine Linien bei Nichtgefallen korrigieren. Die Rundungen lassen sich gut mit handelsüblichen Schablonen aus dem Zeichengeschäft erstellen. Wer kein Geld für Schablonen ausgeben möchte, der sollte sich im Haushalt genauer umsehen. Teller, Tassen, Schüssel, Kerzen, Pappmuster lassen sich sehr gut verwenden, um seine eigenen Rundungen am Longboard zu kreieren. Lass dir Zeit! Denn bist du damit fertig, wird das Longboard ausgeschnitten. Wie? Das zeigen wir im nächsten Artikel!

Fertig, um ausgesägt zu weden!

Fertig, um ausgesägt zu werden!

Die Serie mit einem Klick: Longboard

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