Longboard selber bauen! (05) – Säge es aus!

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Nun ist es endlich soweit! Bringen wir unser Kunststück in Form! Stichsäge, Schleifpapier und die Oberfräse bereitstellen! Achtet bittet unbedingt mit dem Umgang der genannten Werkzeuge auf eure Gesundheit, mahnt Peer! Der Arbeitsschutz ist hier nicht zu verachten! Benutzt bei diesen Arbeiten immer eine Staubmaske, Gehör- und Augenschutz!

Säge es aus!

Nachdem die Kanten mit dem Bleistift auf dem Longboard gezeichnet wurden, geht es nun das Aussägen. Mit der Stichsäge wird das Longboard entlang der gezeichneten Bleistiftlinie ausgesägt. Je sauberer man hier sägt, desto weniger muss im Nachgang geschliffen werden. Doch Vorsicht! Nicht zu nah an der Bleistiftlinie sägen. Nicht, dass durch eine falsche Bewegung das Sägeblatt sich mit einmal auf der falschen Seite der Linie befindet.

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Für das Ausschneiden des Longboards mit der Stichsäge verwendet Peer ein Sägeblatt mit kleinen Zähnen und Wellenschliff. Die Sägeblätter sind normaler Weise für Metalle geeignet. Der Vorteil liegt darin, dass das Sägebild so gut wie ausrissfrei ist. Ein grobes Sägeblatt verursacht später mehr arbeitsaufwand, weil man mehr schleifen muss.

Nachdem Aussägen folgen die Löcher für die Drop-Trough-Achsmontage. Diese Löcher stellt Peer mit der Oberfräse her. Um mit der Oberfräse im Bereich zu bleiben, wo das Loch zu fräsen ist, benutzt er eine Schablone. Die vorherigen Abschnitte des Rohlings dienen als Unterfütterung der Frässchablone im Bereich der anzusetzenden Schraubzwingen.

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Die Schablone führt die Oberfräse und verhindert dadurch, dass die Oberfräse durch eine falsche Bewegung, mehr aus dem Longboard fräst, als es erforderlich ist. Es ist auf jeden ratsam sich auch eine Schablone zu erstellen. Auch wenn ihr nur ein Longboard bauen wollt, sagt Peer.

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Die Oberfräse ist mit einem handelsüblichen Fräskopf bestückt, der nicht größer als die schmalste Stelle der auszufräsenden Form sein darf.

Schleifen, prüfen – Schleifen, prüfen, …

Nach dem Aussägen folgt das Schleifen der Kanten und aller Oberflächen des Longboards mit einem Deltaschleifer. Hier ist Geduld gefragt. Atemschutzmaske nicht vergessen! Oberfläche mit einem 60er Schleifpapier schleifen, mit den Fingern die Glätte prüfen. Ist es nicht glatt genug – weiter schleifen – danach wieder prüfen. Macht es so oft, bis es euch gefällt und schleift dann noch ein weiteres Mal.

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Enge Kurven sind mit üblichem Sandpaper im Handbetrieb zu schleifen. Der Arbeitsschritt ist sehr zeitaufwändig, ergibt aber die Qualität, welches ein cooles Longboard ausmacht!

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Alle Kanten sind geprüft. Nichts ist mehr zu beanstanden. Der Deltaschleifer hat seine Arbeit getan.

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Peer prüft nun das Longboard auf optische Fehler. Bei diesem Arbeitsschritt lassen sich optische Fehler, hervorstehende Faser oder Kanten noch gut korrigieren. Nachher, wenn der erste Lack auf dem Longboard ist, können Fehler am Sperrholz nicht mehr korrigiert werden.

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Oben im Bild liegt nun das rohe Longboard. Die Konkave ist hier gut zu erkennen. Die Löcher für die Achsen sind mit der Hand und Schleifpapier geschliffen. Es gibt keine harten Kanten, siehe unten im Bild.

Die Drop Trough-Aussparung wurde mit ebenfalls mit der Hand geschliffen. Das Schleifpapier wird zu einer Rolle gewickelt und anschließend im Drop Trough beweget.

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Mit einem sehr feinen Schleifpapier erfolgt auf der Oberfläche der nächste Schliff, um das Holz schön glatt zu schleifen. Peer empfiehlt ein 180er Schleifpapier.

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Nach dem Schleifen mit der Hand ist die Oberfläche extrem Glatt. Damit ist das Longboard in der Holzbehandlung fertig und kann nun lackiert werden.

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Im nächsten Beitrag zeigen wir den nächsten Arbeitsschritt, die Grundierung.

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