Ein Gartenparadies in der Stadtmitte

Unser Garten ist ein erholsamer Rückzugsort. Den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein, beim Vorbeigehen vom Obst und Gemüse zu naschen oder noch schnell ein paar Kräuter für den Salat zu ernten ist unser Lohn für die Gartenarbeit.

Wie diese Taybeere. Sie ist eine Kreuzung zwischen Him- und Brombeere, ihre Ranken haben feine Stacheln. Der Geschmack ist süß-säuerlich, sehr aromatisch und die Fruchtbeere ist bis zu 4 cm groß.

Ja, ein Garten macht Arbeit, und das zu jeder Jahreszeit. Im Frühjahr werden Vorbereitungen für das kommende Gartenjahr getroffen. Jungpflanzen angezogen, Rosen beschnitten, gemulcht, gehackt usw. usw.

Bei einem Spaziergang durch den Garten beobachte ich interessante Dinge. Wie zum Beispiel diese gestreifte Raupe.

Sie hat sich über das Blattwerk der Möhren hergemacht und sich gut schmecken lassen. Aus der Raupe ist dieser schöne Schmetterling geworden.

Ein neuer Mitbewohner ist dieser Specht. Emsig versucht er das Einflugloch an diesem Vogelhäuschen zu vergrößern. Durch eine spezielle Federung zwischen Schnabel und Kopf schützt er sich und kann den ganzen Tag fleißig hämmern. 10 bis 15 mal trommelt er schnell hintereinander, imponiert damit natürlich den Weibchen und verteidigt sein Revier.

Noch schnell ein Bad im Biotop, dachte sich die Drossel, bevor sie weiterflog und nach Regenwürmer suchte.

Diese Feldwespen haben sich im Gewächshaus ihre Wabe gebaut, aufgehängt an einem Stiel vor Käfern und Regen geschützt.

Das Nest ist eher klein, beherbergt nur bis zu ca. 30 Insassen. Sie sind sehr agil und jagen für ihre Brut Mücken, Spinnen und Fliegen. Speisen und Getränke des Menschen fliegen sie nicht an.

Die Raupe der Ahorn-Rindeneule lief uns über den Weg. Als Falter sieht sie nicht mehr so farbenprächtig aus.

Da gibt es noch den Marienkäfer, der sich gerade Blattläuse schmecken lässt. Er vertilgt am Tag 100 bis 150 Blattläuse, seine Larven bis zu 600 Blattläuse. Also fleißige Helfer im Garten.

Jedes Jahr bezieht die Solitärbiene die Röhren unseres Klangspiels. Obwohl es manchmal recht wackelig und laut ist, wenn der Wind durch das Klangspiel pustet, lässt sie sich nicht stören und zieht diese Behausung dem Insektenhotel vor.

Hier sehr gut zu erkennen, dass alle Röhren mit der neuen Brut verschlossen sind. Trotzdem mussten wir ein Insektenhotel bauen für unsere Hummeln und andere Bestäuberinsekten.

Und auch das gehört zu einem Gartenjahr, der Regen. Wie wichtig Regen, nicht nur für den Garten ist, muss ich wohl nicht erklären. Wir fangen über die Regenrinne vom Dach jeden Tropfen in eine große Regentonne auf. Damit werden unsere Pflanzen an Regenfreien Tagen verwöhnt.

Es war aufregend einen Fuchs am Tage in unserer Gartenkolonie beobachten zu können. Er hat sich überhaupt nicht stören lassen.

Ein Gartenjahr ist schon spannend. Hoffentlich nicht nur für uns, sondern auch für Besucher unserer Kleingartenanlage. Schon vor Jahren haben wir die Hecke direkt am Zaun entfernt, um allen Interessierten den Einblick weit in den Garten zu ermöglichen. Wir möchten, dass sie sich genauso wie wir an der Natur, dem Obst und Gemüse erfreuen können, welches zum Mitnehmen ans Gartentor gestellt wird.

Ich wünsche viel Spaß beim Gärtnern.

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