Am Abend zeigte jeder Teilnehmer des Wettbewerbs seine fünf besten Fotos. Der Gewinner mit den schönsten Fotos erhielt einen Preis. Alle anderen Teilnehmer wurden mit Ruhm und Ehre bedacht. Wie es dazu kam, schildert dieser Artikel.
Nach dem Frühstück stand für die Erwachsenen und ihre Kinder eine entspannte Wandertour auf dem Programm. Die etwa 10 km lange Strecke führte größtenteils durch den Wald. Erwachsene können im Wald bei einfachen Gesprächen sehr gut abschalten und die Natur genießen. Doch was ist mit den Kindern? Sollen Kinder im Wald einfach nur laufen? Aus ihrer Sicht ist es sinnlos, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Wenn die Netzabdeckung im Wald nicht ausreicht, droht die Idylle eines entspannten Spaziergangs für Erwachsene zu zerplatzen wie eine Seifenblase! Ein Plan musste also her – und zwar noch vor Beginn der Wandertour!
Bei der geselligen Runde am Frühstückstisch fragte ich, wer ein Smartphone mit Kamera besitzt. Es meldeten sich fast alle Erwachsenen und Kinder. Ich rief einen Fotowettbewerb zur Wandertour aus. Die Regeln waren einfach:
- Nur die gemachten Fotos auf der Wandertour sind zur Teilnahme am Fotowettbewerb berechtigt.
- Es dürfen nur mit dem Smartphone Fotos gemacht werden.
- Es müssen genau fünf Fotos sein.
- Es gibt keine Einschränkungen in der Wahl des Motives.
- Die Fotos dürfen mit den installierten Apps auf dem Smartphone bearbeitet werden.
- Der Gewinner erhält einen Preis!
KKaum hatte die Wandertour begonnen, waren die Kinder kreuz und quer im Wald verteilt. Alle fotografierten die wildesten Motive. Vor ihre Linse kamen Blüten, Baumstümpfe, Steine, Sträucher, Käfer und die Landschaft der Umgebung. Auch bei den Erwachsenen kam nun die Motivation auf, am Abend fünf gute Fotos präsentieren zu können. Schließlich wollte man sich am Abend nicht vor den Kindern blamieren.
Während der Wandertour hörte ich von den Kindern keine Beschwerden, dass sie Hunger haben, ihre Füße schmerzen, sie nicht mehr laufen können oder die Strecke langweilig ist. Nichts! Stattdessen hörte ich das Jubeln der Kinder über ihre gelungenen Fotos. Kurz gesagt, die Wandertour war für alle absolut kurzweilig.
Nach dem Ende der Tour zogen sich die Teilnehmer des Fotowettbewerbs zurück, um die fünf besten Fotos auszuwählen und sie anschließend mit Smartphone-Apps hochwertig zu bearbeiten. So blieb genug Zeit, um das Abendessen in Ruhe vorzubereiten. Denn niemand fragte, wann das Essen endlich fertig sei.
Die Auswertung der Fotos erfolgte nach dem Abendessen. Die Spannung der Kinder war förmlich zu spüren. Nach dem Abendessen räumten die Kinder schnell das Geschirr ab, füllten die Spülmaschine und wischten den Tisch ab. Noch nie war diese lästige Arbeit so schnell erledigt. Anschließend saßen alle Teilnehmer mit ihren Smartphones am Tisch und waren bereit, ihre fünf besten Fotos zu zeigen.
Um den Gewinner zu ermitteln, hatten wir uns ein einfaches Bewertungssystem ausgedacht. Jeder, der am Tisch sitzt, muss die Fotos bewerten und erhält drei Stimmen. Diese drei Stimmen müssen den Teilnehmern gegeben werden. Eine Selbstnominierung ist nicht zulässig. Man darf einem Teilnehmer auch zwei oder drei Stimmen geben.
Obwohl alle Kinder und Erwachsenen die gleiche Strecke liefen, gab es von jedem Teilnehmer eine erfreuliche Motivvielfalt. Die Bandbreite der Motive war unerwartet hoch. Die Fotos zeigten Makroaufnahmen, Porträts und Landschaftsausschnitte aus der Umgebung.
Mit unserem Bewertungssystem konnten wir einen ersten Gewinner ermitteln. Es war eines der Kinder, das den Sieg für sich erringen konnte.
Mein Fazit: Alle Teilnehmer hatten beeindruckende Fotos ausgewählt. Sie waren alle sehr schön, jedes auf seine eigene Art. Die Wahl des besten Fotografen fiel mir sehr schwer.
Alle Fotos vom Wettbewerb können hier nicht gezeigt werden. Meine fünf Favoriten stelle ich dem Artikel jedoch gern bei.





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