20. Mai – Weltbienentag

2021 wird zum vierten Mal der Weltbienentag zu Ehren des Pioniers der modernen Imkerei Anton Janscha, der am 20. Mai 1734 geboren wurde, gefeiert. Er erforschte die Verhaltensweisen der Bienen. Er erfand die „bewegliche Wabe“ – ein Bienenstock mit beweglichen Holzrahmen. In einem Bienenstock können bis zu 70 000 Bienen leben.
Und alles dreht sich um die Bienenkönigin, die 20 bis 25 mm lang und ca. 180 bis 300 mg schwer ist und bis zu 4 Jahre alt werden kann. Sie ist nur für die Eiablage zuständig. 100 Bienen wiegen zusammen 10 Gramm. Eine Biene kann in 2 Minuten 1 km weit fliegen. Die Aufgabe der Drohnen ist, die aus unbefruchteten Eiern entstehen, den Nektar weiterzureichen und die Königin zu begatten, danach sterben sie. Die Honigbienen, die Arbeiterinnen, füttern und pflegen die Königin und führen bis zu 2000 Pflegebesuche bei den Bienenlarven durch. Sie kümmern sich um die Futtersuche und bauen Waben.
Im Vergleich zur Hummelarbeiterin, die die Arbeit von 200 Honigbienen leistet, legt ein Bienenvolk ca. 10 000 Flugkilometer für 1 kg Honig zurück. Dabei fliegen sie ca. 5 Millionen Blüten an, ungefüllte Blüten, wo sie am besten an deren Pollen und Nektar gelangen.

Es werden immerhin 14 000 Blütenstaubkörner für 1 g Pollen benötigt. Eine Sommerbiene wird nur 6 Wochen, eine Winterbiene 9 Monate alt.

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr…. “  Dieses Zitat stammt von Albert Einstein. Er wollte die Wichtigkeit der Bienen hervorheben.

Forscher beobachten weltweit das Bienensterben. Nicht nur die Monokultur, Versiegeln von Flächen, sterile Parkanlagen, der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft aber auch im öffentlichen Raum sowie in Kleingärten tragen dazu bei, dass einzelne Bienenarten bereits in einigen Jahren schon ausgestorben sein könnten.

Wie wichtig die kleinen Helfer sind erkennen wir an den Ernteerträgen in unseren Gärten. Jeder sollte dazu beitragen das Bienensterben zu unterbinden. Nun muss nicht gleich jeder sich einen Bienenstock anschaffen und Imker werden. Auf Pestizide im Kleingarten verzichten, den Lebensraum durch Blumen ins Gemüsebeet pflanzen sind weitere Maßnahmen, die wir durchaus zur Erhaltung aller Bienenarten und Insekten realisieren können. Die Gestaltung der Balkone, Vor- und Hausgärten oder Dachterrassen mit bienenfreundlichen Pflanzen schaffen Lebensraum für die kleinen Bestäuber.

Schauen Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vorbei. Dort können Sie kostenlos ein PDF-Dokument über das Pflanzenlexikon für Balkon und Garten downloaden:
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/BienenfreundlichePflanzen.pdf

Auch Bienen haben Durst. Eine Schale Wasser mit einem sicheren Landeplatz auf dem Balkon oder im Garten aufgestellt nehmen die Bienen dankend an.

Unterstützen wir die fleißigen Bienen und die Imker! Unsere Belohnung dafür ist der leckere Honig.

Ich wünsche viel Spaß beim Gärtnern.

2 Bemerkungen

  1. Gisela Michailov

    Hallo,
    ein wirklich interessanter und lehrreicher Artikel zu unseren kleinen Bienchen. Dazu diese wunderschönen Bilder, die dazu beitragen diesen Artikel zu verinnerlichen. Ganz herzlichen Dank für die Zusammenarbeit, Artikel und Fotograf.
    mit herzlichen Grüßen
    Gisi

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