USB-Stromversorgung (#4)

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Im vorherigen Beitrag erkannten wir aus der Liste ein gewisses Einsparpotential in der Mitnahme der Reservebatterien auf der Wandertour. In diesem Beitrag wollen wir zeigen, wie man sich ein Konzept entwickelt, welche Energiespeicher und externen Stromversorgungen unsere neuen Geräte verwenden sollen.

Exkurs Projektmanagement – Ziele definieren!

Entwickelt man sich ein eigenes Konzept kommt nicht daran vorbei, Ziele zu definieren. Ein Konzept beschreibt einen Sollzustand. Wie wir den Sollzustand erreichen, beschreiben wir in Form von Zielen. Ein Ziel beschreibt man als abgeschlossen Zustand. Dadurch sind Ziele messbar. Ich kann also anhand eines Ziels messen, ob es erreicht wurde oder nicht. Bilde ich mir eine Checkliste aus meinen Zielen, bin ich in der Lage, jedes einzelne Ziel abzuhaken.

Ziele sind realistisch. Es hilft nichts, wenn Ziele nicht zu erreichen sind.

Ziele für das Konzept formulieren!

In den nächsten Anstrichen formulierten wir einige Ziele:

  • Das Gerät benutzt den Akku-Typ AA (Mignon)
  • Der Akku-Pack (Power-Bank) versorgt jedes Gerät auf Wanderschaft über den USB-Port
  • Die Akkus im Gerät können problemlos gegen Batterien getauscht werden

Sind die Ziele definiert, können Maßnahmen zur Erreichung des jeweiligen Ziels entwickelt werden. Vielleicht kann auch eine Maßnahme mehrere Ziele erreichen. Das ist vom Konzept abhängig, wie viele Ziele man darin beschrieben hat.

Entwicklung eines Konzeptes

Im ersten Schritt sind die Ziele zu definieren. Jedes Ziel erhält eine eindeutige Nummer und einen Klartext. Hier noch einmal der Hinweis, dass die Ziele messbar und realistisch sein müssen.
Ziel:

  • #1 Austauschbare Energiespeicher in den Geräten lassen sich mit Akkus vom Typ AA oder mit Lithium-Ionen-Akkus betreiben
  • #2 Akkus sind 1:1 gegen Batterien mit voller Funktionalität der Geräte tauschbar
  • #3 Akkus können mit einem Universalgerät geladen werden
  • #4 Das Universalgerät zum Laden der Akkus wird über den USB-Port mit Strom versorgt

 

Mit Hilfe der ausgefüllten Liste und der auf den Arbeitsplatz gelegten Geräte prüfen wir jetzt, welche Geräte bereits jetzt unseren Zielen entsprechen. Diese Geräte sind auf einen separaten Platz abzulegen und vorerst nicht weiter zu behandeln.

Erfüllt das Gerät aus der Liste bereits einem Ziel und liegt es am separaten Platz, so in der Spalte „Pos.“ die Zahl mit einem grünen Kreis zu markieren. Das Gerät lässt sich für das Energiekonzept demnach vollumfänglich nutzen.

Welche Geräte bleiben übrig?

Ab hier entscheidet das Einzelschicksal über das Gerät. Einige Geräte könnten nach Tausch des Energiespeichers ein Ziel erreichen, welches man im Konzept definiert hat. Andere Geräte erreichen womöglich keines der Ziele und sind somit für das Konzept unbrauchbar.

Müssen neue Geräte gekauft werden?

Entwickelt man sich ein Konzept zu den Geräten, die man bereits besitzt, taucht unweigerlich irgendwann diese Frage auf. Hier muss jeder für sich entscheiden, wie weit die Umsetzung des Konzept voran zu treiben ist. Wer jedes Gerät konform zu seinem Energiekonzept haben möchte, wird vermutlich die Frage bei einigen Geräten mit „JA“ beantworten.

Die folgenden Fragen sollen helfen, eine gute Entscheidung zu treffen:

  • Kann das Gerät umgebaut werden, so dass der Betrieb mit den gewünschten Akkus möglich ist?
  • Kann ein universal einsatzbarer Adapter helfen, das Gerät so zu betreiben, wie die Ziele es aus dem Konzept vorgeben?
  • Kann ich das Gerät durch ein gleichwertiges Gerät ersetzen, z.B. durch einen Neukauf, welches anschließend meine Ziele erfüllt?

 

Es ist durchaus möglich, dass einige Geräte nicht ohne weiteres ausgetauscht werden können. Ein Beispiel kann sein, dass das Gerät, welches die Ziele des Energiekonzepts nicht erreicht, keine Alternative auf dem Markt besitzt. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Austausch des Gerätes eher unwirtschaftlich ist. Es ist unsinnig ein Gerät auszutauschen, welches sich noch in der Gewährleistung befindet.

Sind zu viele Geräte umzubauen oder durch einen Neuerwerb zu ersetzen, sollte man in Erwägung ziehen, die Ziele zu überarbeiten.

Um die Ziele im wirtschaftlichen Rahmen zu erreichen, gibt es folgende Möglichkeiten, die Ziele dahingehend zu überarbeiten:

  • Es wird sich auf einen Batterietyp festgelegt, der über alle Geräte betrachtet, mindestens in 60% in den Geräten bereits vorhanden ist.
  • Man legt sich auf einen zweiten, oder sogar auf einen dritten Batterietyp fest.
  • Wie kann ich die Energiespeicher extern ohne großen Aufwand laden? Zum Beispiel kleine handliche Ladegeräte für Spezialbatterien.

 

Hier erkennt man vielleicht, dass es optimal ist, dass Energiekonzept vor dem Kauf der Geräte zu entwickeln. Ja, sicher – aber bleiben wir realistisch. Nur wirklich wenige bis gar keine Konsumenten entwickeln sich ein Konzept zu Hause, bevor sie sich eine Taschenlampe im Angebot kaufen. In dem Fall eilt das Konzept der Energieversorgung dem Kaufrausch hinterher.

Bei dem Energiekonzept und deren Zielen geht es nicht nur um das Hier und Jetzt, schließlich soll das Konzept langfristig eine Verbesserung der Energieversorgung bewirken.

Verbesserungen können sein:

  • Es werden weniger Akku-Typen auf der Reise benötigt.
  • Ich kann jederzeit und überall meine Akkus laden.
  • Ich benötige weniger Kabel.
  • Die Anzahl der Spezial-Batterien/-Akkus hat sich verringert.

 

Wenn auch jetzt vielleicht die Geräte nicht zum Energiekonzept passen, so sollte man den Faktor Zeit hier nicht außer Acht lassen. Irgendwann ist ein Gerät defekt oder ist aus anderen Gründen auszutauschen.

Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Bei einem Neukauf eines Gerätes gibt das Konzept der Energieversorgung die maßgeblichen Parameter vor. Nun liegt es am Konsumenten, ob das Angebot des Neugerätes für einen immer noch lukrativ ist.

Der Vorteil eines gelebten Konzepts ist nicht nur dem Schnäppchenkäufer sehr zu empfehlen. Mit Hilfe des Konzeptes fällt man nicht auf die Tricks der Werbemacher rein und kauft das >>Schnäppchen<<, welches am Ende sich als völlig unsinnig für einen selbst heraus stellt.

Im nächsten Artikel wollen wir zeigen, wie man zu Hause Herr der USB-Kabel wird, die überall zum Laden der einzelnen Geräte benötigt werden. Bis dahin bleibt also genügend Zeit, an dem Konzept der Energieversorgung zu arbeiten. Wir wünschen gutes Gelingen. Bei Fragen nutzt einfach das „Kontakt“-Formular oder die unten stehende Kommentar-Funktion.

 

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