Making Of – Friedrichstrasse und Tränenpalast

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Auf Facebook veröffentlichten wir ein Bild zur Abendstunde. Zur rechten Seite sieht der Betrachter den Sonnenuntergang und links im Bild ist der schön beleuchtete Tränenpalast zu sehen. Warum ist zu dieser Zeit keiner anderer der vielen Passanten stehen geblieben, um diesen wundervollen Blick mit seiner Kamera oder Smartphone einzufangen?

Nun, vielleicht, weil dieser Augenblick gar nicht da war?

 

Nicht interessant, aber das Grundmaterial.

Das fertige Bild.

Das linke Bild zeigt gegen 17:11 Uhr eine unspektakuläre Aufnahme. Wir fanden jedoch das Motiv interessant und beschlossen, einfach länger stehen zu bleiben. Die Kamera stand auf einem Stativ. Je nach Situation gab es das eine oder andere Foto mit der Kamera.

So summierten sich die Fotos in verschiedenen Belichtungszeiten bei fester Blende und ISO-Wert auf der Speicherkarte mit fortlaufender Zeit.

Nach 90 Minuten stehend in der Winterkälte, hatten wir alle Szenarien in der Kamera. Mal war die Sonne auf den Fotos zu sehen, mal verdeckten Wolken die Sonne – dafür kam auf einem anderen Foto der Tränenpalast gut zur Geltung, usw., usw…..

Mit den Programmen unserer Dunkelkammer schnitten wir aus den erstellten Fotos, die gewünschten Bildmaterialien aus.

Als erstes benötigten wir den Untergrund für unser Bild. Wir wollten die Spree glatt darstellen, sodass die Konturen des Wassers nicht mehr zu sehen sein sollten. Eine Belichtungszeit von 25 Sekunden reichte dafür aus.

Die Spree verschwommen ohne Konturen der Wellen auf dem Wasser.

Als nächstes hofften wir, dass der Sonnenuntergang sich noch von einer interessanten Seite zeigen wird.

Nicht interessant, aber das Grundmaterial für den Sonnenuntergang.

Durch die Erstellung von sechs Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, erstellten wir ein HDR-Bild, um die Sonne gut darstellen zu können.  Die Sonne oben auf dem Foto ist ausgebrannt und so nicht zu gebrauchen.

Nach der Erstellung des HDR-Bildes, schnitten wir die Spree aus dem Bild, weil wir das verschwommene Wasser aus einem anderen Foto verwenden wollten.

Um den Kontrast des Sonnenuntergangs zu stärken, nutzten wir diverse Filtertechniken. Nach der Bearbeitung zeigte sich dies fertige Bild, siehe unten.

Sonnenuntergang, Himmel und Ausleuchtung der Gebäude sind fast fertig.

Auf dem Bild oben sieht der Tränenpalast nicht gut beleuchtet aus. Wir hätten ihn gern mehr ausgeleuchtet gesehen. Die letzten Bilder unserer Serie zeigten den Tränenpalast gut von innen beleuchtet. Dieses Detail schnitten wir aus, um es später in unser Bild einzusetzen.

Der Tränenpalast beleuchtet zur später Stunde.

 

Nun fügten wir alle Teile zusammen und kreierten das fertige Bild. Dieses Bild besteht aus mehreren Fotos über einen Zeitraum von fast zwei Stunden. Das Ergebnis stellen wir hier vor:

Ein schöner Sonnenuntergang in Nähe S-Bhf Friedrichstraße mit Blick auf den Tränenpalast.

Deswegen blieb kein anderer Passant stehen und schoss ebenfalls dieses Bild. Es war schlichtweg gar nicht da.

Die Bearbeitung der Fotos war relativ einfach. Mit diesem Beitrag wollten wir zeigen, wie einfach es ist, Fotos zu manipulieren. Und vielleicht stellt der eine oder andere Leser die Fotos aus der Presse in Frage?

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