Zoo Leipzig

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Ob Regenwetter oder Sommer-Sonnenschein, im Zoo Leipzig gibt es zu jeder Jahreszeit und Wetterlage einen Ort für die ganze Familie. Fotografen, Maler oder Genießer nutzen dieses Stück Abwechslung unweit des leipziger Hauptbahnhofes. Auf über 26 Hektar erstreckt sich der Zoo Leipzig, wobei knapp über 2 Hektar davon nur Wasseroberfläche ist.

Für unsere Aufnahmen nutzten wir eine 55-mm-Festbrennweite mit einer große Blendenöffnung. Ein Stativ verwendeten wir nicht. Durch das lichtstarke Objektiv und trotz den gedämpften Lichtverhältnissen blieb doch ein guter Spielraum für die Schärfentiefe.

Der erste Foto unten zeigt einen Chuckwalla. Durch die verringerte Schärfentiefe blieb der Kopf scharf, um den Fokus auch hier zu setzen. Der Chuckwalla kommt aus der Familie der Leguane. Verbreitet ist er im südwestlichen der Teilen der USA bis nach Nordmexiko.

Chuckwalla

Im Aquarium finden sich unzählige Fischsorten wieder. Das Aquarium teilt sich in mehrere Becken auf, wie auch die Erde aus mehreren Gewässern besteht. Wenn man nicht vor dem Foto sich den Namen des Fisches abschreibt, macht man es im Nachgang auch nicht. Damit folgt jetzt ein Fisch, dessen Namen wir nicht kennen.

Ein Fisch …

In einer über 34 Meter hohen Halle bildet der Zoo Leipzig die Tropen nach. Sie wird das Gondwanaland genannt, nach Gondwana = Urkontinent der Südhalbkugel.  Hier sollte man sich bei der Motivsuche wirklich Zeit lassen. Bereits an den Wegen in unmittelbarer Nähe lässt sich Interessantes entdecken. Schon mal eine Frucht der Monstera gesehen?

Die Frucht einer Monstera. Ein Schelm, wer hier etwas anderes sieht!

In der Tropenhalle sind die Wege den tropischen Waldwegen nachempfunden. Geländer sind hier nicht aus Stahl, sondern schön mit Seilen und Holzpfählen hergestellt. Rankelpflanzen nutzen die Geländer als Wachstumshilfe.

Befestigung eines Geländers im Gondwanaland.

Im Terrarium leben in den verschiedenen Vitrinen viele unterschiedliche Reptilien- und Amphibienarten.

Eine Komodowaran

Verwandtschaft des Komodowaran: Ordnung: Schuppenkriechtiere; Familie: Warane
Lebensraum: Savannen, Trocken- und Monsunwälder auf den kleinen Sunda-Inseln
Höchstalter: ca. 30 Jahre
Größe: Körperlänge: 220-301 cm
Gewicht: 35-80 kg
Laufgeschwindigkeit: 14-18 km/h

In der Tropenhalle entdeckten wir schöne Vögel. Hier wäre Teleobjektiv angebracht. Der Madagaskarweber in seinem fast vollständigen hellrotem Federkleid war zum Glück an die Gesellschaft von Menschen gewöhnt, sodass wir mit dem 55-mm-Objektiv näher als vermutlich in der freien Umgebung heran kamen.

Die Männchen bauen kunstvolle ovale Nester aus geflochtenem Gras mit einem tunnelartigen Eingang. In der Brutsaison sind die Männchen rot gefärbt, die Weibchen bleiben schlicht braun.

Madagaskarweber in der Brutsaison.

Mit im Terrarium gibt es das Pantherchamäleon. Sie zeichnen sich durch einen abfallenden Kamm aus großen, dicht hintereinander stehenden stachligen Schuppen am Rücken aus. Entlang der Körperseite sind Streifen erkennbar, die sich deutlich von seiner eigentlichen Körperfarbe abheben. Dies sind die sogenannten Lateralstreifen. Die Körperfarbe hängt von den jeweiligen Verbreitungsgebieten ab. Ihr größtes Vorkommen ist in Madagaskar.

Ein Pantherchamäleon.

Direkt am Eingang des Aquariums befinden sie Pinguine. Das Foto unten zeigt zwei Pinguine am Beckenrand. Bändchen an den Flossen helfen den Pflegern die Pinguine auseinander zu halten. „Hans“ hat gerade keinen Spass. Offensichtlich bekommt er gerade gezeigt, dass er nicht mitspielen darf.

Pinguine. Links steht Hans. Offenbar gab es gerade eine Diskussion. Hans darf leider nicht mitspielen. 🙂

Um bei Gefahr schnell in das Dickicht zu flüchten, ist der Körperbau des Schabrackentapir vorn spitz und hinten eher rund. Dies ermöglicht eine bessere Flucht in den Wald. Trotz einem Gewicht bis zu 350 kg sind Tapire gute Läufer und Schwimmer. Die Jungtiere tragen bis zu einem halben Jahr zur Tarnung ein braunes Fell mit weißen Streifen.

Offenbar keine Gefahr in der Nähe des Schabrackentapirs.

Immer wieder ein Highlight ist die Fütterung der südafrikanischen Seebären. Artig sitzen sie auf ihren Steinen und warten auf den leckeren Fisch aus den Eimern, die der Pfleger mitbringt.

Ein Seebär kurz vor der Fütterung.

Im Terrarium bewohnen die Texas-Gopherschildkröten eine Vitrine. Die spitz auslaufenden Augen und die geradlinig wirkende Maulform lassen die Schildkröten nicht gerade freundlichen gesonnen aussehen. Unser fotografiertes Exemplar ist doch nicht etwa auf Krawall aus?

Eine Texas-Gopherschildkröte

Den Rest der Texas-Gopherschildkröten entdeckten wir auch. Jedoch wirkten sie alle heute nicht gut gelaunt. War wohl nicht ihr Tag. 🙂

Texas-Gopherschildkröte

Das im Foto unten gezeigte Zwergflusspferd ist eine der zwei heute noch vorkommenden Arten aus der Familie der Flusspferde. Das Zwergflusspferd ist selten und bewohnt die Wälder und Sümpfe im westlichen Afrika. Sie sind auf den regelmäßigen Aufenthalt im Wasser angewiesen. Ihre Haut würde sonst reißen.

Ein Zwergflusspferd.

Ein Besuch im Zoo Leipzig lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Dieser soll auch nicht vom Wetter abhängig sein. Im Freien sowie in den Hallen gibt es unzählige Motive, Spaß für die kleine und weitere Sehenswürdigkeiten für die großen Gäste. Fotografieren Sie die Details!


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