Madenfreie Süßkirschen

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Hallo liebe Hobbygärtner!

Im elterlichen Kleingarten stand ein riesiger Süßkirschenbaum. Wir nannten sie Glaskirsche, vergleichbar mit einer dicken Glasmurmel (Bugger). Die Frucht war ganz hell orange/rot, sehr dickfleischig und süß. Der Baum war groß und kräftig, wir konnten ihn sehr gut beklettern und Kirschen ernten. Am beliebtesten waren die „Zwillingskirschen“, die haben wir uns wie Ohrringe über die Ohren gehängt. Ob Maden in der Frucht waren? Weiß ich nicht, wir haben nicht nachgesehen.

Vlies unter dem Kirschbaum.

Ich habe nur noch in Erinnerung, dass mein Vater, bevor die Kirschen sich von grün nach intensiv gelblich färbten, eine alte Gardine unter den Baum ausgebreitet hat. Heute weiß ich, dass damit das Aufsteigen der Kirschfruchtfliege aus der Erde Einhalt geboten wurde. Darum lege ich auch ein Gartenvlies unter den Baum. Die Seiten werden gut gesichert. Dann kann ein Großteil der Fliegen nicht die Früchte erreichen.

 

Wenn der Baum nicht zu groß ist kann er ganz und gar in einem Netz eingebunden werden.

Auch der kleine Säulenbaum wird eingewickelt.

Gelbsticker im Kirschbaum.

Zusätzlich hänge ich Gelbtafeln auf. Zugegeben, die Kirschfruchtfliege ist damit nicht beseitigt, aber durch diese Methoden werden weniger Früchte angestochen und somit weniger Kirschen madig.

Wichtig ist, dass alle Kirschen abgeerntet und die herunter gefallenen Kirschen entsorgt werden. Der Schädling überwintert in einer Bodentiefe von ca. 5 cm, verpuppt sich dort, um im Frühjahr zeitgleich mit der Kirschreifung als Fliege wieder aufzusteigen. Und damit ist der Kreislauf geschlossen.

Übrigens, diese Methode kann auch gegen die Walnussfruchtfliege eingesetzt werden.

Noch ein Tipp: Kapuziner Kresse unter den Kirschbaum gepflanzt lockt die Blattläuse von den jungen Trieben.

Ich wünsche viel Spaß beim Gärtnern.

 

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