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Insektenmakros – Libellen

Eine weitere faszinierende Insektenart sind die Libellen. Die schnellen Fluginsekten sehen nicht nur schön aus und man kann sie beim durchstreifen der Lüfte schön beobachten, sie sind auch recht gefräßig. Ein großer Vorteil für alle Fotografen die auf ihren Streifzügen interessante Fotos von diesen Tieren machen möchten. Zum Fressen landen die meisten Tiere und genießen ihre Beute.

Libelle

Es gibt die kleinen Arten. Sie sind zirka 5 cm lang. Ihre Flugweite ist meist recht kurz. Wenn man sie im Gras verfolgt fliegen sie oft nur ein bis zwei Meter weiter, immer auf der Suche nach etwas zum fressen.

Man kann diese Tiere recht gut beobachten. Sie haben oft eine recht lange Fluchtdistanz, vielleicht 0,5 bis 1,5 Meter. Mit einer längeren Brennweite, zirka 200 mm bis 300 mm (am Kleinbild), kommt man eigentlich recht gut zurecht und kann tolle Bilder festhalten.

Ein Nachteil bei Libellen, sie sind recht lang. Im Makrobereich ist es deshalb oft schwierig alles, von vorne bis hinten, scharf zu bekommen. Also versucht man die Tiere möglichst auf einer parallelen Ebene zum Sensor zu bekommen. So erlangt man feine, dokumentarischen Fotos.

Nur diese Art von Fotos wird dann auf die Dauer langweilig. Deshalb ein Tipp von mir: immer neue Perspektiven und Blickwinkel suchen. Es lohnt sich.

Natürlich ist es fast unmöglich eine Frontansicht bis ins Hinterteil scharf darzustellen trotz modernster Technik und Focus Stacking. Aber der Blick in diese fantastischen Augen, wenn dann noch die Kauorgane eine kleine Fliege zermalmen, kann einem schon einmal ein kleiner Schauer über den Rücken laufen, nicht vor Angst eher wegen der Faszination die von solch Szene ausgeht.

Ein weiteres Element welches man einbinden kann, um die vielen Fotos von Libellen interessanter zu gestalten, ist das Einbinden der Umgebung. Wo leben die Libellen, an welchen Pflanzen sitzen sie öfter und haben sie Beobachtungspunkte die sie immer wieder anfliegen?

Die großen Libellen, schonmal weit über 10 cm lang, fliegen oft die gleichen Punkte in ihrer Umgebung an. Dort haben sie eine schöne Sicht auf die Umgebung und auf mögliche Partner. Jedoch fliegen sie auch schonmal über die Köpfer von Wasservögel, fliegen hinter Anglerposen hinterher oder passen nicht auf und werden selbst zum Opfer.

Natürlich muss man die guten Flugkünstler auch beim fliegen fotografieren. Dies gelingt oft recht gut bei den großen Arten. Sie sind neugierig, bleiben oft für kurze Zeit in der Luft stehen und schauen ins Objektiv. Es gibt Gleiter, die kaum einen Flügelschlag machen und sanft durch die Luft gleiten wie ein Segelflugzeug.

Ich hoffe ich konnte Euch die Libellen etwas näher bringen. Ein Blick ist sicher lohnenswert. Viel Spaß.

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