DUGA Radar

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„The Russian Woodpecker“ nannte man einst die DUGA. Den Störenfried, der zu den Zeiten des kalten Krieges die Funker und Radiosender im Frequenzband von 5 bis 28 Mhz die Kommunikation schwermachte.

DUGA Radar

Die Sicht auf das DUGA-Radar. Foto: (C) Conrad Neumann

Die Überhorizont-Radarstation „Tschernobyl-2“ ist ca. 150 m hoch und 750 m lang. Die in 60 km von Tschernobyl entfernte Radarstation sendete zwischen Juli 1976 bis Dezember 1989 ein Signal, welches weltweit die Radiofrequenzen störte. Das Signal hörte sich wie ein schnelles scharfes Klopfen an. Die Impulse wiederholten sich oft im 10-Hz-Takt. Die Ähnlichkeit des hörbaren Impulses ist dem Klopfen des Spechtes sehr ähnlich. Daher der Name „The Russian Woodpecker“.

Die Kommandozentrale für den Militärkomplex der DUGA-Anlage. Foto: (C) Conrad Neumann

Ziel dieser geheimen militärischen Anlage war es, frühzeitig im europäischen und amerikanischen Raum Raketenstarts zu erkennen. Die Entdeckungsreichweite dieser Anlage war weit über 10.000 km.

Die DUGA-Radar-Anlage ist heute noch radioaktiv. Foto: (C) Conrad Neumann

Erst mit dem GAU von Tschernobyl gelangten die ersten Fotos der riesigen Anlage an die Öffentlichkeit.

Ein Stahlkoloss als Antenne mit dem Namen DUGA. Foto: (C) Conrad Neumann

Während unseren Recherchen haben wir unterschiedliche Namensgebungen für die Anlage nahe Tschernobyl gesehen. Das deutsche Wikipedia beschreibt die Anlage als DUGA-3, Google-Maps kennt die Anlage auch als DUGA-3. Das russische Wikipedia beschreibt Tschernobyl-2 nur als DUGA.

Die Sicht auf die Radaranlage. Foto: (C) Conrad Neumann

Conrad Neumann, ein bekannter Fotograf bei Facebook und Flickr, war vor Ort und erstellte diese tolle Aufnahmen dieser riesigen Anlage.

Ein Interview mit Neumann ist im folgenden Beitrag zu lesen: Reise nach Tschernobyl

Video über die Funktionsweise der Radaranlage.


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