Kulturheidelbeere im Garten anbauen

0

Hallo liebe Hobbygärtner!

Hmmm, mir läuft schon bei dem Wort Heidelbeere das Wasser im Mund zusammen. Ob die kleinen Früchtchen im Joghurt, in Muffins, als Milchshakes, Smusies oder auf der Obsttorte, im Kuchen und ganz lecker über Eis als sommerliche Erfrischung verarbeitet werden – sie sind und bleiben eine Köstlichkeit. Nun hat nicht jeder Genießer Zeit und geht in den Wald. Als Alternative macht es auch die Kultur-Heidelbeere. Sie kann sich mit ihrer wilden Schwester im Geschmack gut auf eine Stufe stellen. In der Beerengröße hat die Kultur-Heidelbeere allerdings die Nase vorn. 

Und wie bauen wir die Kultur-Heidelbeere, die Vitamin A, B und C enthält, mit ihren wertvollen Mineralstoffen eine entschlackende Wirkung  und nachgewiesener Weise eine antioxidantische Wirkung als Schutz  vor Krebserkrankungen hat, an? Die Kultur-Heidelbeere liebt einen sonnigen aber auch halbschattigen Standort. Sie bevorzugt einen sauren, humosen Boden  –  pH-Wert von 4,0 bis 5,0.

Das habt Ihr nicht im Garten? Dann gibt es jetzt etwas zu tun. Es muss eine Grube von mindestens 80 cm in der  Breite und 40 bis 60 cm in die Tiefe ausgehoben werden. Die Grube wird mit einer Teichfolie ausgekleidet, die am Boden offen bleibt. Auf den Boden kommt eine Drainage von grobem Holz, Gehäckseltes von Nadelgehölze und ein Substrat von Rhododendren und Azaleen.

In dieses Substrat werden die Pflanzen so eingesetzt, dass die Oberkante des Topf- oder Erdballens ein bis zwei Finger breit aus der Erde herhaussehen. Anschließend wird der gesamte Wurzelbereich mit Rindenmulch oder mit Gehäckseltem von Nadelgehölzen angehäuft. Gegossen wird nur mit Regenwasser und das reichlich, sie lieben keine Trockenheit. Weil die Kultur-Heidelbeere ein Flachwurzler ist (die Wurzeln wachsen gern nach oben an die Oberfläche) werden die Pflanzen immer wieder mit verrottetem Pflanzenmaterial wie Nadelstreu oder Rindenmulch abgedeckt.

Wenn der Weihnachtsbaum ausgedient hat können sehr gut die Zweige im Ganzen oder gehäckselt zur Abdeckung genutzt werden.

Empfehlenswert ist das Pflanzen von verschiedenen Sorten, die nach und nach reif werden. So können wir uns den ganzen Sommer über an die Früchtchen erfreuen. Spartan ist eine robuste Sorte, Elisabeth eine späte Sorte, eine regelmäßige reiche Ernte verspricht die Sorte Bluecrop. Die Sorte Hortblue Poppins hat eine mittlere Reifezeit. Am besten lasst Ihr Euch in der Gärtnerei beraten.

Als Alternative zur Pflanzgrube eignen sich auch große Pflanzkübel oder Mörtelwannen, die in die Erde eingelassen werden. Nicht vergessen den Boden mit großen Löchern zu versehen, damit keine Staunässe entsteht.

Im ersten Jahr sollten die Fruchtansätze ganz oder teilweise (so verbleiben einpaar Früchte zum Kosten) entfernt werden, damit sich die Pflanze kräftig entwickeln kann.

Aber dann kann es los gehen! Im zweiten Jahr kann geerntet werden. Schon nach 3 oder 4 Jahren hat die Pflanze eine stattliche Größe erreicht und die Erträge sind dementsprechend hoch. Geschnitten werden die Pflanzen in den ersten Jahren gar nicht. Erst nach mehreren Jahren werden die alten Zweige, an der dunklen Astfärbung zu erkennen, entfernt.

Im Herbst ist die Kulturheidelbeere mit ihren rötlich gefärbten Bättern sehr schön anzusehen.

Ich wünsche viel Spaß beim Gärtnern.

 

Hinterlasse eine Antwort

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: