Hallo liebe Hobbygärtner!

Schade, wie ihr seht, haben nicht alle Tomaten ihre Fruchtreife bis zum Ende der Gartensaison erreicht. Die unreifen Früchte einfach entsorgen? Kommt nicht in Frage! Also was können wir daraus noch machen, ein Chutny? Rezepte gibt es genug dafür. Und dann sind da noch meine Lieblingstomaten – die Wildtomaten. Klein, rund, sehr aromatisch und genau die Größe, um sie genüsslich ganz in den Mund zu stecken.

Erfahrungsgemäß treiben die kleinen Sämlinge nach den Eisheiligen selbst aus. Aber was ist, wenn alle im Boden verbliebenen Samen durch einen strengen Winter nicht mehr keimfähig sind? Für diesen Fall können wir schnell und problemlos vorsorgen.

Von einer Wildtomate entnehmen wir den Samen und lassen ihn für 3 – 4 Tage in einem Schraubglas mit Wasser an einen warmen Ort gären. Dadurch verlieren die Samen ihre schleimige Hülle.

Einmal am Tag kräftig schütteln. Die Samen werden durch ein feines Sieb gegeben und unter fließendem Wasser gründlich abgespült.

Auf ein Küchenkrepp ausgebreitet können die Samenkörnchen trocknen.

Gut verpackt, in eine Filtertüte für Kaffee oder Tee, verbleiben sie bis zum Frühjahr an einem trockenen Ort.

Alle Tomatenpflanzen können zur Nachreifung der letzten Früchte an einen frostfreien Ort kopfüber ins Gewächshaus oder in den Keller gehängt werden.

Mit einem Pappkarton wird der gleiche Effekt erzielt. Zu den unreifen Tomaten wird ein Apfel gelegt. Er regt die Tomaten durch das ausströmende Gas Ethylen zum Reifen an. Deckel drauf und jeden Tag den Kartoninhalt überprüfen. Jetzt kann ein Chutny, eine Tomatensoße oder ein Salat zubereitet werden.
Ich wünsche viel Spaß beim Gärtnern.